GPS: 1. Ahrtal 2. Gemünd bis Heimbach

1. Ahrtal

Radioteleskop Nettersheim
Radioteleskop Nettersheim

Möglicher Start: Gemeinde Vettweiß

Beschreibung: Beim Aufbruch aus dem Kreis Düren an die Ahr gibt es für den ortskundigen Rennradfahrer genügend Erlebnisse.
Zum einen eine schöne Anfahrt mit der verbundenen Freunde auf wirklich erstklassige Landschaften, fordernde Anstiege und viele Gleichgesinnte, denn die Ahr ist in allen Belangen bekannt. Gestartet wird erst einmal über ruhige Feldwege bzw. Nebenstraßen. Der erste Stopp wird dann an der Steinbach-Talsperre eingelegt. Die nächsten Kilometer verlaufen außer ein paar Wandertouristen komplett verkehrsarm. Ab der Schranke geht es dann mit 8-15 % Steigung für 600 Meter so richtig zur Sache. Auf der Höhe angekommen, wird bald das Radioteleskop in Effelsberg bereits einige Kilometer vor dem Wegweiser wahrgenommen. Ein Abstecher dorthin ist jedenfalls lohnenswert, da die auf dem Bild gezeigt Größe nicht dem in natura darstellt.
Ab sofort kommt das Ahr Feeling mit in die Tour. Zuerst bewegen wir uns noch auf der Höhe von ca. 500 Metern bevor es nachfolgend ins Ahr-Tal geht. Die Rückfahrt passiert wenig Spektakulär auf einem Radweg bis Bad-Münstereifel und danach zurück in die Zülpicher-Börde.

Download: 2steinbachtalsperre-ahr-schuld.tcx [801 KB] Hinweis: Anleitung GPS Files

Topologie: Die Ahr ist ein sehr beliebtes Rennradrevier und das nicht nur wegen der schönen Landschaften. Die Anstiege sind mit tollen Ausblicken verbunden und die Straßen häufig schmal. Die Ortschaften im Tal liegen meist auf einer Höhe zwischen 150 und 200 Meter. Anstiege von zwei- oder dreihundert Höhenmeter am Stück sind durchaus machbar.
Die Rückfahrt von Schuld Richtung Schönau, Eicherscheid und Bad-Münstereifel ist mit anfangs 3-6 Prozent sehr moderat. Bei der Ankunft in Schönau und der bekannten Wasserscheide ist erst einmal eine lange leichte Abfahrt kraftsparend. Ab sofort ist ausrollen angesagt, auch wenn es bis zur Rückkehr in den Kreis Düren noch ca. 30 Kilometer sind.

Straßen: Ganz ohne stärkeren Verkehr kommt diese Tour nicht aus. Die B56 verfügt nur phasenweise über einen Radweg, das Stück B51 ist mit einem schmalen Randweg für Fahrräder ausgerüstet. Die Fahrt Richtung Effelsberg über die L224 ist an sonnigen Sommer-Wochenenden schon einmal von Motorradverkehr belastet. Im weiteren Verlauf gibt es einen guten Radweg, der hinter Effelsberg seinen Namen nicht mehr verdient hat.
Bei der Rückfahrt aus dem Ahrtal empfehle ich hinter Schuld den Radweg, da es sich hier um eine Motorradschneise handelt. Ich habe ihn bis Bad-Münstereifel nicht mehr verlassen. Vorsicht, in den Ortschaften ist dies keine ungefährliche Kombination, da er entgegen der Fahrtrichtung verläuft. Zusammengefasst möchte ich festhalten, dass auch diese Tour mit einem gemäßigten Verkehrszustand gut zu fahren ist.

Sehenswürdigkeiten: Teleskop Effelsberg, Ahrtal mit seinen sehr schöne Weinanbaufeldern, Wasserscheide Schönau mit dem Blick auf den Michelsberg, Bad-Münstereifel mit der historischen Altstadt und Burg Satzvey

Verpflegung: An der Talsperre-Steinbach, am Teleskop in Effelsberg und in der gesamten Ahr-Region gibt es immer wieder Restaurants, die zur Einkehr einladen. Da es sich im Großen und Ganzen um den eher ruhigen Teil des Ahrtals handelt sind die Ortschaften vom ländlichen Charakter geprägt. Weitere Verpflegungsmöglichkeiten bieten die Ortschaften Schönau, Eicherscheid und Bad-Münstereifel.

2. Gemünd bis Heimbach

Möglicher Start: Gemeinde Vettweiß

Beschreibung: Ein richtiges Bergtraining in der Eifel bei einer Tour-Länge unter 100 Kilometer durchzuführen ist eine nicht ganz leichte Aufgabe. Diese Tour bedient sich einem einfachen Hilfsmittel, den Feldwegen. Bekanntlicherweise werden diese nicht erbaut, wo es einfach erscheint, sondern dort, wo die Felder der Bauern liegen und das zeigt Wirkung. Nicht unerwähnt sollten die 10 Kilometer An- und Abfahrt bleiben, die die Bergpassagen weiter komprimieren.
Vor dem Eintritt in die Rureifel gibt es ein gut und gerne 25 Kilometer langen verkehrsarmen Abschnitt, der gleich mit bis zu 10 Prozent Steigung richtig zur Sache geht. Da die Streckenkombination nicht für Zeitfahrer gemacht ist, lohnt ab sofort ein Blick ins schöne Zülpicher Tal. Die Mühen werden eindrucksvoll belohnt. In der nun folgenden Ortschaft Berg geht es nach Düttling gleichmäßig und kontinuierlich 200 Meter näher zum Himmel. In Höhe Kall kommt erst einmal wieder nennenswerter Verkehr ins Spiel, begrüßen wir diesen erst einmal vom Rad weg aus, wird er spätestens in Gemünd schon anstrengender und wird uns bis Heimbach begleiten. Besonders hervorzuheben ist der Aussichtspunkt "Henriette Platz" bei der Abfahrt von der Mariawalder Höhenpassstraße, ca. 2 Kilometer hinter dem Kloster. Ein Stopp sollte zeitlich mit eingeplant werden.

Download: 0615kall-gemuend-heimbach-master.tcx [663 KB] Hinweis: Anleitung GPS Files

Topologie:
Die Dürener Rureifel kombiniert mit Feldwegen macht den Reiz dieser Tour aus. Der steilste Anstieg findet von Gemünd nach Wolfgarten statt. Dieser ist mit Serpentinen in den Berg gelegt. Der wohl verkehrsreichste aber auch schwerste Anstieg. An sonnigen Wochenenden ist dieser Streckenabschnitt nicht immer ruhig, da Motorradfahrer ihren Spaß an der Strecke gefunden haben. Es gibt leider keine Alternative. Die Weiterfahrt zum Kloster Mariawald und dann nach Heimbach bringt wieder etwas Entspannung. Die Anstiege zurück aus Heimbach in die Voreifel werden kürzer, bleiben aber trotzdem fordernd. Gesichtete Ortsnamen machen es vor, als wir Nideggen-Berg, (In der Eifel heißt jeder 5. Ort "Berg" ;-)), erreichen, klingt die Tour über Feldwege der Zülpicher Börde und später im Zeitfahrertempo über die B477 aus.

Straßen: Beim Nachfahren dieser Tour muss man sich darüber im Klaren sein, dass Feldwege schön, aber nicht immer tadellos sind. Die in dieser Tour verwendeten Passagen entsprechen nicht immer einem 1a, sondern auch einem 1b Zustand. Ich möchte darauf hinweisen, dass der Streckenabschnitt zwischen Düttling und Kall mit einigen Frostschäden auf euch wartet. Damit solltet ihr den Blick auf den Weg nicht verlieren. Gleiches gilt für das Ausrollen hinter Nideggen Berg. Diese Tour ist nicht für Höchstgeschwindigkeiten gemacht, dafür bietet sie viel Ruhe und die Schönheit der Natur. Einen kleinen Ausgleich soll der Tourausklang auf der B477 geben, der den Durchschnitt auf flachem Gebiet anpassen kann, zu diesem Zeitpunkt ist das eine Frage der Kondition.

Sehenswürdigkeiten: Ausblick Zülpicher Börde, Luftkurort Gemünd, Kloster Maria Wald, Aussichtspunkt "Henriette Platz" bei der Abfahrt nach Heimbach, Stadt Heimbach mit Burg Hengebach (Tour links zum Zentralort verlassen)

Verpflegung: Bei Start der Tour in den kleinen Ortschaften sind nur wenige Restaurants, Kaffees oder Geschäfte vorhanden. Ab Kall, Gemünd und Heimbach ist die Infrastruktur optimal. In allen drei Ortschaften müsst ihr die Tour zum Zentrum hin verlassen. Zusätzlich gibt es genügend Sitzmöglichkeiten zum Entspannen. Der Nationalpark hat eine Förderung dieser Gegend bewirkt.

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